Seit 1974 lassen es sich die Kommunistinnen und Kommunisten nicht nehmen, mit dem Pressefest der DKP-Wochenzeitung „Unsere Zeit“ einen politischen und kulturellen Gegenpunkt zu Entsolidarisierung, Kommerz und Kapitalismus zu setzen. Die SDAJ richtet auch dieses mal wieder den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest aus.

Mit politischen Runden, Musik, Spiel- und Spaß, günstigem Essen und Getränken, wollen wir ein Wochenende miteinander diskutieren, uns kennenlernen und feiern. Gäste aus der ganzen Welt kommen auf Einladung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an diesem Wochenende in Dortmund zusammen.

Alle weiteren Infos gibt es HIER

Wenn du Politik und Diskussionen von Spaß und Party an Pfingsten nicht trennen willst, bist du am 7. Und 8. Juni auch dieses Jahr herzlich zum Pfingstcamp der SDAJ in Bochum eingeladen! Gemeinsam ziehen wir Workshops zur Interessenvertretungspolitik von SchülerInnen und Azubis in unserer aktuellen Kampagne auf, diskutieren über unsere antifaschistische Arbeit als bundesweit aktive NazigegnerInnen und stellen fest, welche Aufgaben wir künftig als internationalistische Jugend auch durch die aktuelle deutsche und europäische Flüchtlingspolitik angreifen müssen. Kämpferische Diskussionen und ständiger Austausch sind und waren immer unentbehrliche Grundlagen der Jugend, um den Kapitalismus zur Geschichte zu machen!

Aber wer arbeiten kann, der kann auch feiern – und weil wir beides besonders gut können, ist auch das Abendprogramm für CocktailliebhaberInnen, Dancefrogs und Fans von Arbeiterliedern wie immer ebenso fester Bestandteil des Programms, wie ein knackiges (das hängt von euch ab 😉 Fußballturnier und natürlich der legendäre Hamburger Fünfkampf! Verpflegung – selbstverständlich auch vegane – und Getränke gibt’s vor Ort!

Für ein actionreiches, lehrreiches und unvergessliches Pfingstwochenende 2014!

Wenn ihr fragen habt oder euch Anmelden wollt schreibt uns einfache eine Mail an: kontakt@sdaj-rheinland.de

Blockupy – Düsseldorf

Gepostet am 2. Juni 2014 AJP

Am Samstag den 17.05 fanden im Rahmen der Blockupy-Aktionswoche bundesweit Proteste statt. Auch in Düsseldorf gingen ca. 1500 Menschen aus ganz NRW auf die Straße um gemeinsam gegen kapitalistische Ausbeutung und die europäische Krisenpolitik zu demonstrieren. An dem breiten Spektrum an Aktionen haben wir uns als SDAJ natürlich auch beteiligt.

Ziel der Aktionen war es, gezielt Orte der Ausbeutung in und um das kapitalistische und konsumistische Herz Düsseldorf – die Kö – aufzuzeigen, zu markieren und in ihrem Betrieb zu blockieren. So verteilten sich die Aktivisten nach einer kurzen, aber lauten und kraftvollen Demo vom DGB-Haus zum Graf-Adolf-Platz über die Kö und Umgebung. In kurzer Folge fanden Aktionen zu einem breiten Spektrum an Themen statt: Zu den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie und beim Apple-Zulieferer Foxconn, zum Freihandelsabkommen TTIP, zum Recht auf Stadt, zu der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und noch einigen weiteren.

Die SDAJ beteiligte sich mit einem Outing der vielen Zeit- und Leiharbeitsfirmen, die sich an den Top-Adressen der Kö angesiedelt haben. Mit einer symbolischen Sklavenversteigerung haben wir auf die Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse durch Leiharbeit hingewiesen.

Nachmittags zog es einen großen Teil der DemonstrantInnen dann noch zum Düsseldorfer Flughafen, um ein Ende der dort stattfindenden Abschiebungen von Geflüchteten zu fordern.  

Alle Aktionen waren geprägt von einer bemerkenswert kämpferischen Stimmung und Einmütigkeit – ein gelungener Tag, nicht zuletzt durch ein Konzept, welches es beinahe unmöglich gemacht hat, dem Protest auszuweichen oder sich ihm zu verweigern.

Bleibt nur zu sagen: Wir sehen uns im Herbst in Frankfurt bei der Blockade der EZB!

Die Gründung der EU verbanden viele Menschen nach dem zweiten Weltkrieg mit der Hoffnung auf Frieden, Wohlstand und Sicherheit. Noch in der Lissabon-Agenda aus dem Jahr 2000 wurde „ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt“ versprochen. Zur anstehenden EU-Wahl fordern nun alle etablierten Parteien „mehr Europa“. Noch heute lebt der „european dream“ weiter und noch heute ist der Ruf nach mehr EU-Europa gleichbedeutend mit dem Ruf nach Massenarmut, Sozial- und Demokratieabbau.

Die Maßnahmen gegen die „Euro-Krise“ waren mit dem Fiskalpakt und den Eurorettungsschirmen v.a. ein Schutz der Profite der großen Banken und Konzerne. Für uns, die arbeitende und lernende Jugend in Europa, stellen sie hingegen einen Generalangriff auf unseren Lebensstandard dar. In Deutschland wurde mit der Einführung der Schuldenbremse insbesondere kommunalen Haushalten der Finanzhahn zugedreht. Die Folge sind noch immer massive Kürzungen im Sozial-, Kultur- und Bildungsbereich. Damit führt das Krisenmanagement der EU zur Verschärfung der Krise statt zu ihrer Überwindung.

Peripheriestaaten wie Griechenland, Irland oder Portugal bekommen die Politik der Troika mit voller Härte zu spüren. Der Abtritt von nationalen Souveränitätsrechten, bis hin zu eingesetzten „Expertenregierungen“, geht einher mit massiven Haushaltskürzungen, Privatisierungen und Lohndumping. Der zutiefst antidemokratische Charakter dieser Bevormundungspolitik ist unverkennbar. Dabei fährt die EU nicht erst seit 2007 einen unsozialen Kurs, ihre grundsätzlich reaktionäre Ausrichtung zieht sich durch ihre gesamte Geschichte.
Seit den römischen Verträgen gelten vier Grundfreiheiten innerhalb der EU: Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr. Beschränkungen des Kapitalverkehrs sind spätestens seit dem Vertrag von Maastricht verboten und die zugehörigen Konvergenzkriterien schreiben klipp und klar eine Wirtschaftsordnung im Interesse der Unternehmerbosse vor.

Mit dem Lissabonner Vertrag haben die ökonomisch starken EU-Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihr politisches Gewicht in der EU weiter ausbauen können. Durch ihn wurden Punkte verwirklicht die durch Volksabstimmungen über die EU-Verfassung zuvor gescheitert waren. Durch ihn ist neben einer Aufrüstungsverpflichtung auch die Ohnmacht des Parlaments und kleinerer Mitgliedsstaaten geregelt. Die EU ist eben nicht nur von einer Kooperation zur Schaffung besserer Ausbeutungsbedingungen geprägt, sondern auch von einer harten Konkurrenz zwischen ihren Mitgliedsländern.
Deutschland hat durch seine Exportorientierung den Machtkampf innerhalb der EU grundsätzlich für sich entschieden. Mit den Warenüberschüssen hierzulande haben die deutschen Konzerne die Märkte der europäischen Nachbarländer regelrecht überrollt. Die viel beschworenen Rettungspakete der letzten Jahre dienten dabei v.a. der Sicherung eines lukrativen Marktes für die deutschen Banken und Konzerne.
Die offenen Großmachtbestrebungen der Bundesregierung lassen wir nicht unbeantwortet. Ihre geheuchelten Wohlfahrtsprogramme stehen im Widerspruch zum alltäglichen Elend in EU-Europa. Ihr „mehr an Europa“ ist die Ankündigung zu verschärfter Ausbeutung und weiterer Entrechtung der Peripheriestaaten. Unsere Wahlempfehlung zur EU-Wahl lautet daher: Wählt den Weg des Widerstands, wählt DKP!

Wir fordern:

Vollständige und einseitige Streichung der Schulden auf Kosten der Banken und Konzerne
Keine Rettungspakete & Rettungsschirme für Banken & Konzerne
Nein zum Lissabon-Vertrag! Nein zur EU!

http://www.youtube.com/watch?v=Yb9Q3rEeugA

An vielen Stellen hat man schon von ihnen gehört. Den sogenannten Friedensdemonstrationen 2014. Diese haben nun auch in Aachen eine neue Anlaufstelle gefunden und jeden Montag kommen die “Friedensfreunde” zusammen, um ihre Form von Friedenspolitik zu präsentieren.

Grund genug für die SDAJ Aachen sich selbst ein Bild zu machen und dann zu entscheiden womit man es eigentlich zu tun hat bei diesen Friedensdemos. Mit einer Information des Bundesvorstandes der SDAJ (Link) besuchten wir die Veranstaltung. Da unsere Information sich kritisch mit den Urhebern dieser Friedensdemos auseinandersetzt, folgte die Konfrontation sehr schnell. Mehrere TeilnehmerInnen bedrängten ein Mitglied der SDAJ. Unter dem Vorwand diskutieren zu wohlen, brüllten sie jedoch nur hysterisch herum. Ein anderer Teilnehmer versuchte eine Scheindiskussion aufzubauen, auf die Frage ob man sich von Faschisten distanziere, kam jedoch nur der Hinweiß, dass “man sich das Links und Rechts ja nur aufzwingen lasse”, dadurch sollen wir von unserem “wahren” Feind abgelenkt werden. Wer denn dieser Feind sei konnte der junge Mann auch sofort beantworten, dass Finanzkapital. Auf die Frage, wer denn hinter dem Finanzkapital stecke, wollte er dann nicht mehr so leicht antworten.

Fakt ist, dass die Teilnehmer zwei Dinge bestätigt haben, sie distanzieren sich nicht von Faschisten und hinter den leeren Phrasen vom Finanzkapital steckt ein dumpfer Antisemitismus. Das aggressive Auftreten gegen kritische Menschen erinnert zudem stark an Sekten wie Scientology.

Weiter glorifizierte der junge Mann auch Jürgen Elsässer, er war förmlich pikiert, dass wir diesen als neurechten Verschwörungstheoretiker bezeichneten. Doch wer ist Jürgen Elsässer? Früher einmal aktiv im Kommunistischen Bund (KB) entwickelte er sich Stück für Stück nach Rechts. Sowohl in seiner “Volksinitiative gegen das Finanzkapital” als auch in seiner Zeitschrift “Compact” finden wir eine Vermischung von Esoterik und neurechtem Gedankengut. Man muss auch nicht lange suchen, um bei dem Sarrazin-Freund Elsässer eindeutige Schlagworte zu finden. So sagte er 2006 “Mit Staatsknete wird Multikulti, Gendermainstreaming und die schwule Subkultur gefördert, während die Proleten auf Hartz IV gesetzt werden.” und 2010 verteidigte er den Rassisten Sarrazin mit den Worten “Den Multikulti-Strategen um Wulff sei gesagt: Die Identität Deutschlands wurzelt in der ‚deutschen Leitkultur‘. Diese wird geprägt durch die großen Strömungen des Christentums im Land. […] Jüdische und islamische Einflüsse gab und gibt es zwar. Sie als gleichberechtigt daneben stellen zu wollen, ist aber in der Sache unsinnig und in der Intention zerstörerisch für die deutsche Nationalkultur.” Was hier zu hören ist, ist blanker Rassismus der auf den Ideen der Blut und Boden Theorie fußt. Kein Wunder das Faschisten der NPD, der Partei Die Rechte und auch die rassistische Alternative für Deutschland (AfD) auf den Zug aufspringen und dazu aufrufen, sich an den “Friedensdemos” zu beteiligen. Erst vor kurzem besuchte Elsässer eine Veranstaltung der AfD in Dahlem. Bei dieser Veranstaltung beantwortet er die Frage, ob er die Anti-Homosexuellen-Gesetze in Russland gut fände mit “ja”.

Der Vordenker der Friedensdemos ist somit ein Rassist und Homophob! Was darf man also von den “Friedensfreunden” erwarten? Zum Einen, dass es sich tatsächlich um Verschwörungstheoretiker handelt, die sich nach Rechts öffnen, um eine gemeinsame Querfront gegen das “jüdische” Finanzkapital zu schmieden. Dies zeigen auch die Onlineseiten der “Friedensfreunde”. Besucht man z.B. die Seite “Finde die Wahrheit – was wissen wir wirklich”, dann finden wir Beiträge zu Illuminati, Geheimen Wissen, Ausserirdischen etc. Allein beim Anblick der Seiten kommen einem ernsthafte Zweifel an den neuen Kämpfern für den Frieden auf. Zum Anderen, finden wir auf den Demonstrationen Menschen, die ehrlich etwas gegen Krieg und für den Frieden in der Welt machen wollen, die jedoch von den neurechten Esoterikern instrumentalisiert werden.

Für uns als SDAJ Aachen steht fest, dass mit solchen sektenartigen Gruppen keine gemeinsame Friedensarbeit stattfinden darf. Wer hinter hochtönenden Phrasen Rassismus und Antisemitismus verdeckt ist absolut und unzweifelhaft Untragbar!

Am 17.5. wird es zentral in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart Demonstrationen und Aktionen des Zivilen Ungehorsams breiter Bündnisse geben. Im Vordergrund steht dabei die Verbindungen unserer alltäglichen Kämpfe – um Wohnraum, gerechte Arbeitsbedingen und Anerkennung, gegen rechte Propaganda und sexistischen Blacklash, für wirkliche Demokratie – mit der Krisenpolitik der Troika, der autoriätren Sparpolitik in Europa.

Auch die SDAJ wird an diesem Aktionstag auf die Straße gehen um gemeinsam ein Zeichen zusetzen. Gemeinsam starten wir ab 12 Uhr mit der Demo vom Düsseldorfer Hauptbahnhof, im Anschluss wird es auf der Kö eine Aktion zum Thema Zeitarbeit geben. Abschließend gibt es mit allen Bündnispartnern             ab 17 Uhr eine Aktion am Flughafen.

Wenn ihr eurem Unmuht gegen das Kapital und seine Macht Ausdruck verleihen möchtet, wendet euch für eine gemeinsame Anreise an eure SDAJ Gruppe vor Ort.

Weitere Informationen gibt es HIER

Das Ausbildungsgesetz der SDAJ

Gepostet am 2. April 2014 AJP Aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast du einen Ausbildungsplatz? Wenn ja, dann kannst du dich glücklich schätzen – und dich in den meisten Fällen mit Überstunden und Arbeitshetze herumschlagen, damit, als billige Arbeitskraft eingesetzt zu werden und mit der Frage, wie es nach der Ausbildung weitergeht. Du hast keinen Ausbildungsplatz? Das heißt erstmal Bewerbungen schreiben und Warteschleifen durchlaufen oder sich vom Wunschberuf verabschieden. Während uns im Fernsehen erzählt wird, dass es eigentlich genug Ausbildungsplätze gibt und die Jugend angesichts des Fachkräftemangels die freie Wahl habe, erleben wir: Leiharbeit, befristete Verträge und ungesicherte Übernahme für uns – während für die deutschen Banken und Konzerne Milliardenrettungsschirme gespannt werden und auch in der Krise Profite gemacht werden.
Wir finden: Das ist Grund genug, sich zu wehren. Die SDAJ schlägt dafür ein Ausbildungsgesetz vor, das unseren Interessen entspricht: mit Ausbildung für alle und Vergütung, von der man leben kann. Vor allem schlagen wir aber vor, sich zu organisieren und dem Kampf für unsere Interessen aufzunehmen. Dazu wollen wir mit unserer Kampagne „Unsere Zukunft statt eure Profite!“ einen Beitrag leisten – und mit diesem Heft.

In diesem Sinne: Ausbeuter outen – Ausbildung erkämpfen!

 

 

Antifa-Demo in Lüdenscheid

Gepostet am 1. April 2014 Termine

Treffpunkt ist am Graf-Engelbert-Platz

Im Rhamen unserer Kampagne “ Unsere Zukunft statt eure Profite“ gibt es eine Bildungszeitung zu oben genanntem Thema, welche gemeinsam erarbeitet werden soll.

Die Zeitung ist zu finden unter :

http://www.sdaj-netz.de/download/68/


Gemeinsam wollen DKP und SDAJ über ihre weitere Zusammenarbeit, auch im Hinblick auf unsere aktuelle Kampagne diskutieren.