Seit 1974 lassen es sich die Kommunistinnen und Kommunisten nicht nehmen, mit dem Pressefest der DKP-Wochenzeitung „Unsere Zeit“ einen politischen und kulturellen Gegenpunkt zu Entsolidarisierung, Kommerz und Kapitalismus zu setzen. Die SDAJ richtet auch dieses mal wieder den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest aus.

Mit politischen Runden, Musik, Spiel- und Spaß, günstigem Essen und Getränken, wollen wir ein Wochenende miteinander diskutieren, uns kennenlernen und feiern. Gäste aus der ganzen Welt kommen auf Einladung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an diesem Wochenende in Dortmund zusammen.

Alle weiteren Infos gibt es HIER

Wenn du Politik und Diskussionen von Spaß und Party an Pfingsten nicht trennen willst, bist du am 7. Und 8. Juni auch dieses Jahr herzlich zum Pfingstcamp der SDAJ in Bochum eingeladen! Gemeinsam ziehen wir Workshops zur Interessenvertretungspolitik von SchülerInnen und Azubis in unserer aktuellen Kampagne auf, diskutieren über unsere antifaschistische Arbeit als bundesweit aktive NazigegnerInnen und stellen fest, welche Aufgaben wir künftig als internationalistische Jugend auch durch die aktuelle deutsche und europäische Flüchtlingspolitik angreifen müssen. Kämpferische Diskussionen und ständiger Austausch sind und waren immer unentbehrliche Grundlagen der Jugend, um den Kapitalismus zur Geschichte zu machen!

Aber wer arbeiten kann, der kann auch feiern – und weil wir beides besonders gut können, ist auch das Abendprogramm für CocktailliebhaberInnen, Dancefrogs und Fans von Arbeiterliedern wie immer ebenso fester Bestandteil des Programms, wie ein knackiges (das hängt von euch ab 😉 Fußballturnier und natürlich der legendäre Hamburger Fünfkampf! Verpflegung – selbstverständlich auch vegane – und Getränke gibt’s vor Ort!

Für ein actionreiches, lehrreiches und unvergessliches Pfingstwochenende 2014!

Wenn ihr fragen habt oder euch Anmelden wollt schreibt uns einfache eine Mail an: kontakt@sdaj-rheinland.de

Die Gründung der EU verbanden viele Menschen nach dem zweiten Weltkrieg mit der Hoffnung auf Frieden, Wohlstand und Sicherheit. Noch in der Lissabon-Agenda aus dem Jahr 2000 wurde „ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt“ versprochen. Zur anstehenden EU-Wahl fordern nun alle etablierten Parteien „mehr Europa“. Noch heute lebt der „european dream“ weiter und noch heute ist der Ruf nach mehr EU-Europa gleichbedeutend mit dem Ruf nach Massenarmut, Sozial- und Demokratieabbau.

Die Maßnahmen gegen die „Euro-Krise“ waren mit dem Fiskalpakt und den Eurorettungsschirmen v.a. ein Schutz der Profite der großen Banken und Konzerne. Für uns, die arbeitende und lernende Jugend in Europa, stellen sie hingegen einen Generalangriff auf unseren Lebensstandard dar. In Deutschland wurde mit der Einführung der Schuldenbremse insbesondere kommunalen Haushalten der Finanzhahn zugedreht. Die Folge sind noch immer massive Kürzungen im Sozial-, Kultur- und Bildungsbereich. Damit führt das Krisenmanagement der EU zur Verschärfung der Krise statt zu ihrer Überwindung.

Peripheriestaaten wie Griechenland, Irland oder Portugal bekommen die Politik der Troika mit voller Härte zu spüren. Der Abtritt von nationalen Souveränitätsrechten, bis hin zu eingesetzten „Expertenregierungen“, geht einher mit massiven Haushaltskürzungen, Privatisierungen und Lohndumping. Der zutiefst antidemokratische Charakter dieser Bevormundungspolitik ist unverkennbar. Dabei fährt die EU nicht erst seit 2007 einen unsozialen Kurs, ihre grundsätzlich reaktionäre Ausrichtung zieht sich durch ihre gesamte Geschichte.
Seit den römischen Verträgen gelten vier Grundfreiheiten innerhalb der EU: Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr. Beschränkungen des Kapitalverkehrs sind spätestens seit dem Vertrag von Maastricht verboten und die zugehörigen Konvergenzkriterien schreiben klipp und klar eine Wirtschaftsordnung im Interesse der Unternehmerbosse vor.

Mit dem Lissabonner Vertrag haben die ökonomisch starken EU-Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihr politisches Gewicht in der EU weiter ausbauen können. Durch ihn wurden Punkte verwirklicht die durch Volksabstimmungen über die EU-Verfassung zuvor gescheitert waren. Durch ihn ist neben einer Aufrüstungsverpflichtung auch die Ohnmacht des Parlaments und kleinerer Mitgliedsstaaten geregelt. Die EU ist eben nicht nur von einer Kooperation zur Schaffung besserer Ausbeutungsbedingungen geprägt, sondern auch von einer harten Konkurrenz zwischen ihren Mitgliedsländern.
Deutschland hat durch seine Exportorientierung den Machtkampf innerhalb der EU grundsätzlich für sich entschieden. Mit den Warenüberschüssen hierzulande haben die deutschen Konzerne die Märkte der europäischen Nachbarländer regelrecht überrollt. Die viel beschworenen Rettungspakete der letzten Jahre dienten dabei v.a. der Sicherung eines lukrativen Marktes für die deutschen Banken und Konzerne.
Die offenen Großmachtbestrebungen der Bundesregierung lassen wir nicht unbeantwortet. Ihre geheuchelten Wohlfahrtsprogramme stehen im Widerspruch zum alltäglichen Elend in EU-Europa. Ihr „mehr an Europa“ ist die Ankündigung zu verschärfter Ausbeutung und weiterer Entrechtung der Peripheriestaaten. Unsere Wahlempfehlung zur EU-Wahl lautet daher: Wählt den Weg des Widerstands, wählt DKP!

Wir fordern:

Vollständige und einseitige Streichung der Schulden auf Kosten der Banken und Konzerne
Keine Rettungspakete & Rettungsschirme für Banken & Konzerne
Nein zum Lissabon-Vertrag! Nein zur EU!

http://www.youtube.com/watch?v=Yb9Q3rEeugA

Am 17.5. wird es zentral in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart Demonstrationen und Aktionen des Zivilen Ungehorsams breiter Bündnisse geben. Im Vordergrund steht dabei die Verbindungen unserer alltäglichen Kämpfe – um Wohnraum, gerechte Arbeitsbedingen und Anerkennung, gegen rechte Propaganda und sexistischen Blacklash, für wirkliche Demokratie – mit der Krisenpolitik der Troika, der autoriätren Sparpolitik in Europa.

Auch die SDAJ wird an diesem Aktionstag auf die Straße gehen um gemeinsam ein Zeichen zusetzen. Gemeinsam starten wir ab 12 Uhr mit der Demo vom Düsseldorfer Hauptbahnhof, im Anschluss wird es auf der Kö eine Aktion zum Thema Zeitarbeit geben. Abschließend gibt es mit allen Bündnispartnern             ab 17 Uhr eine Aktion am Flughafen.

Wenn ihr eurem Unmuht gegen das Kapital und seine Macht Ausdruck verleihen möchtet, wendet euch für eine gemeinsame Anreise an eure SDAJ Gruppe vor Ort.

Weitere Informationen gibt es HIER

Am 29. März kamen erneut die Faschisten nach Aachen. Es sollte ganz offensichtlich eine Ersatzveranstaltung sein für die seit 2008 stattfindenden Aufmärsche im benachbarten Stolberg. Dort wurde der Aufmarsch 2013 verboten, weil die Partei Die Rechte nicht fähig war einen Prozess richtig zu führen. Damit gab es 2013 seit fünf Jahren keinen Aufmarsch der Faschisten in Stolberg, diese Niederlage scheint Stolberg die Attraktivität gestohlen zu haben und so zog man 2014 nach Aachen, um dort einen Fackelmarsch zu veranstalten der ohne jeden Zweifel an die Aufmärsche der SA und SS erinnerte. Damit dieser Aufmarsch auch stattfinden kann, wurden über 1000 Polizisten eingesetzt. Die halbe Stadt glich einem Sperrbezirk im Krieg.

Dabei ist es sehr merkwürdig, dass linke Demonstrationen nicht so geschützt werden. Schließlich wurden in Aachen zweimal Demonstrationen von Faschisten angegriffen, mit dem Ziel andere Menschen zu verletzten. Erst im November 2013 hatten Faschisten eine Demonstration angegriffen, doch anstatt in Gewahrsam genommen zu werden, konnten sie ungehindert in direkter Nähe der anderen Demonstration eine Kundgebung anmelden. Warum werden also die Faschisten geschützt und andere Demonstrationen nicht? Weil angeblich linke “Chaoten” den Aufmarsch der Faschisten mit Gewalt verhindern wollen? Diese Propaganda, die besonders gerne vom Polizeipräsidenten verbreitet wird, wurde Lügen gestraft an diesem Samstag. Denn kurz vor dem Start der Nazidemonstration konnten einige Nazigegner die Strecke der Faschisten blockieren. Diese kleine Blockade schaffte es den Aufmarsch um satte 45 Minuten zu verzögern. Die Polizei schien hilflos zu sein und versuchte die Faschisten an der Blockade vorbei zu schleusen, doch die Nazigegner zeigten sich entschlossen und stellten sich erneut den Faschisten in den Weg. Dabei blieben alle Demonstranten friedlich und sie ließen sich auch nicht von den provozierenden Nazis zu Gewaltaktionen hinreißen. Dieses zwar entschlossene aber immer friedliche Verhalten strafte alle Lügen, die seit langem versuchen antifaschistischen Protest zu kriminalisieren.

Auf der weiteren Route konnten die Nazis geschützt von der Polizei ihren Hass verbreiten, unter Parolen wie “Aachen erwache” (Dieser Spruch knüpft an die Parole der NSDAP an “Deutschland erwache”. Damit machen die Faschisten deutlich in welcher Tradition sie aufmarschieren, dennoch gibt es kein Verbot für dieses NSDAP-Nachfolger) oder “alles für Volk, Rasse und Nation” (Auch dieser Spruch macht deutlich, dass die Faschisten immer noch an der Blut und Boden Theorie der NSDAP festhalten. Jene Theorie die Tausende in den Tod gestürzt hat. Auch dies wird nicht verboten) konnten sie ungestört gegen Migranten und alles was sonst nicht in ihr Weltbild passt hetzen. Am Marschiertor ermöglichte man den Faschisten dann jenes Ambiente, welches alle NS-Phantasien befriedigen dürfte. Wenn die Faschisten diesen Aufmarsch als Erfolg werten, dann ist dies auch die Schuld derer, die ihnen eine solche Selbstdarstellung ermöglicht haben.

Trotz eines überdimensionalen Polizeiaufgebotes gelang es aber auch am Marschiertor einigen Mitgliedern von SDAJ, DKP und AFAB lautstark die gespenstische Kundgebung der Faschisten zu stören. Die anwesenden Bürger unterstützten dabei die Antifaschisten bei ihren Rufen gegen die Faschisten. Als diese dann endlich abgezogen waren blieb zwar der Erfolg den Aufmarsch gestört zu haben und den Faschisten an allen möglichen Stellen gezeigt zu haben, dass sie nicht in Aachen Willkommen sind, aber es bleibt auch die Tatsache, dass ohne Polizei, es keinen NS-Fackelmarsch in Aachen gegeben hätte. Dabei geht es nicht darum unangenehme Meinungen nicht zu zulassen, sondern darum, dass Faschismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen und es wird Zeit, dass dies endlich gesellschaftlich umgesetzt wird. Der erste Schritt wäre ein Verbot aller faschistischen Organisationen und Parteien.

Es bleibt, dass Antifaschisten erfolgreich den Aufmarsch gestört haben und wenn die Faschisten wiederkommen, dann werden wir wieder Wege finden ihnen zu zeigen, dass wir sie nicht in Aachen, Stolberg oder sonst noch wo haben wollen.

„Deutschland, in dem die Masse des Volkes wirtschaftlich ausgebeutet, politisch unterdrückt ist, wo nationale Minderheiten durch Ausnahmegesetze drangsaliert werden, hat keinen Beruf zum Völkerbefreier.“
– Karl Liebknecht

1914. Es ist der Vorabend des ersten Weltkriegs. Der rasante Aufschwung der deutschen Wirtschaft hält an – Deutschland hat sich zur größten Industrienation Europas entwickelt. Die deutschen Konzerne sind auf der Suche nach neuen Absatzmärkten. Und so wird der deutsche Militarismus mobil gemacht.
Um den Kriegsgegnern die Schlagkraft zu nehmen und auch linke und sozialdemokratische Arbeiter für den Krieg zu gewinnen, geben die Herrschenden die Parole aus, das Vaterland müsse gegen den „blutrünstigen russischen Despotismus“ verteidigt werden. Der Krieg sei dazu da, den grausamen Zar zu stürzen, der sein eigenes Volk knechte und die Freiheit Europas bedrohe. Mit der Übernahme dieser Menschrechtsdemagogie rechtfertigte die Mehrheit der SPD-Führung ihre Zustimmung zu den Kriegskrediten und den damit verbundenen Übergang auf die Position des Mordens von Millionen für die Profite der Banken und Konzerne.

2014. „Deutschland steht heute gut da. Deutschland ist Wachstumsmotor. Deutschland ist Stabilitätsanker. Eine starke Wirtschaft.“, sagt Angela Merkel. „Deutschland“ – damit meint sie die deutschen Banken und Konzerne. Und sie hat recht, denn dank der massiven Kürzungspolitik bei Bildung und Sozialem, dank der Bankenrettungen und dem Zwang zu brutalen Spardiktaten für südeuropäische Staaten, dank der „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“ durch Niedriglöhne, Leiharbeit und Rente mit 67 haben sich die deutschen Konzerne im Vergleich zu ihrer europäischen Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil verschafft und so gehört Deutschland zu den drei führenden Exportländern weltweit.
Und wieder sucht man nach neuen Absatzmärkten – und findet sie: „Das Assad-Regime setzt schwere Waffen wie Hubschrauber, Geschütze und Panzer für grausame Gewalt, für einen regelrechten Krieg gegen das eigene Volk ein.“, sagt Guido Westerwelle. Dass sich Berichte häufen, die Massaker und Folterungen seien von den auf dem Rückzug befindlichen Rebellen verübt worden, um diese den Regierungstruppen anzulasten und so einen Militäreinsatz zu provozieren, interessiert unsere Bundesregierung dabei nicht. Sie bereitet sich bereits auf einen neuen Krieg vor.

Dass Deutschland wieder Kriege führt, dass das „deutsche Job-Wunder“ eigentlich gar keins ist und dass bei Bildung und Sozialem gespart werden „muss“, aber für spontane Bankenrettungen plötzlich hunderte Milliarden Euro locker gemacht werden – das ist für Viele nichts Neues. Der deutsche Imperialismus hatte noch nie besonders viel für uns übrig. Als einer der größten Waffenexporteure weltweit ist die deutsche Regierung mitverantwortlich für den Tod zahlreicher Menschen. Aber die deutschen Weltmachtsambitionen bekommen wir auch als Jugendliche in Deutschland zu spüren. Ein kostenloses Mittagessen für alle SchülerInnen für ein Schuljahr würde beispielsweise genau so viel kosten wie die Anschaffung neuer Transportflugzeuge A400M fürs Militär. Doch was tun?

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wussten das schon 1914. Mit der Ablehnung der Kriegskredite, mit Streiks und Demonstrationen leisteten sie Widerstand und kämpften für eine Gesellschaft, in der die Rechte der arbeitenden Bevölkerung nicht ständig unter Beschuss steht. Mit der russischen Oktoberrevolution von 1917 vor Augen war es dann 1918 auch in Deutschland soweit: Mit der Novemberrevolution erkämpften sie den 8-Stunden-Tag, das Frauenwahlrecht und Koalitions-, Versammlungs- und Pressefreiheit, das Recht der Arbeiter auf Betriebsräte und Kündigungsschutz. Auch wenn das eigentliche Ziel der Novemberrevolution – ein sozialistisches Deutschland – nicht erreicht wurde und die Herrschenden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermorden ließen, zeigt dieses Beispiel dennoch deutlich: Widerstand lohnt sich. Damals wie heute.

Am 11. und 12. Januar 2014 wollen wir in Berlin daher nicht nur Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und alle anderen Revolutionären dieser Novemberrevolution gedenken, wir wollen ein kämpferisches Zeichen gegen die Kriege der Herrschenden setzen. Wir machen klar, dass die Perspektive der Jugend nur eine Gesellschaft ohne Krieg, Krise & Armut sein kann – Der Sozialismus. Denn ob 1914 oder 2014 – der Kampf geht weiter.

Auf zum Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenende 2014!

 

Zusatzprogramm der SDAJ

11.00 Uhr | Alternative Stadtführung Berlin | Am 9. November 1918 wehte auf dem Brandenburger Tor die rote Fahne, im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes nahmen revolutionäre Arbeiter Platz. Zwei Monate voller Auseinandersetzungen später, im Januar 1919, bot der sozialdemokratische Rat der Volksbeauftragten ultrarechte Freikorps auf, um die radikale Linke in Berlin zu zerschlagen. Die SDAJ lädt zu einer Führung an jene Orte ein, die mit der Novemberrevolution verbunden sind und die wie wenige andere für Weichenstellungen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert stehen. Wir treffen uns am 11. Januar um 11 Uhr bei der Ampel an der Ecke Kleiststraße/An der Urania (direkt vor dem Urania-Gebäude).
Achtung: Die Teilnehmer sollten im Besitz einer in der Tarifzone A gültigen Fahrkarte sein!

11.00 Uhr | Diskussionsrunde Flüchtlinge | Nazis organisieren Proteste gegen „Asylmissbrauch“, Flüchtlingsunterkünfte werden angegriffen, Häuser brennen. Die rassistische Hetze ist aber auch in der bürgerlichen Mitte angekommen, große Tageszeitungen titeln „Deutsche wollen nicht mehr Flüchtlinge“ und „Das Boot ist voll“. An vieler Ort flammt jedoch Widerstand gegen die rechte Hetzerei auf. Beispiele für den vielfältige Proteste von Flüchtlingen sind der vierwöchige „Refugee Protest March“, das Flüchtlingscamp in Berlin oder „Lampedusa in Hamburg“. In Solidarität mit den Flüchtlingsprotesten fanden in den letzten Monaten teilweise sehr große Demonstrationen statt. Gemeinsam wollen wir die Erfahrungen unserer Arbeit innerhalb der Flüchtlingsproteste zusammentragen und diskutieren.

12.30 Uhr | Workshop: Krieg im Interesse der Jugend? – Jugendoffiziere im Visier! | Jugendoffiziere werben an Schulen (aber auch an Universitäten und sogar bei Gewerkschaftsgliederungen) für die deutsche Militär- und Kriegspolitik. Ihre Aufgabe besteht in der ideologischen Rechtfertigung von Aufrüstung, Militarismus und Krieg. Nicht ohne Erfolg: die übergroße Mehrheit der BundesbürgerInnen wählt nach wie vor Kriegsparteien. Der Workshop nimmt die Frage ins Visier, wie die ideologischen Rechtfertigungsmuster der Jugendoffiziere funktionieren und was wir ihnen als Antimilitaristen in unserer Agitation und Aktionstätigkeit entgegensetzen können.

14.00 Uhr | Jugendpodium: Ihre Kriege auf unsere Kosten – Jugend im Visier des Militarismus (Kleistsaal) | Trotz Afghanistan-Abzug und öffentlichem Druck im Drohnenskandal: Der Anspruch der deutschen wirtschaftlichen und militärischen Eliten, den deutschen Einfluss in der Welt zu steigern wird nach wie vor aufrechterhalten. Dauerhafte und kurzfristige Kriegseinsätze, Umbau der Bundeswehr zur schlagkräftigen Interventions- und Besatzungsarmee, gigantische Rüstungsprogramme, weltweit konkurrenzfähige Rüstungsmonopole – deutsche Kriegsambitionen sind keine Träume größenwahnsinniger Militärs sondern werden mit tiefgreifenden Maßnahmen untermauert. Die Triebkraft hinter diesen Erscheinungen ist die Durchsetzung deutscher Konzerne in der weltweiten imperialistischen Konkurrenz mit militärischen Mitteln zur Eroberung von Rohstoffquellen, Absatzmärkten, Handelsrouten und damit zur Erlangung von Extraprofiten. Diese Entwicklung betrifft die arbeitende und lernende Jugend, weil die Aufrüstung sprichwörtlich auf ihre Kosten geht und sie unmittelbar der Vorbereitung künftiger Kriege dient. Damit steigt auch die Kriegsgefahr hierzulande. Weiterhin werden Jugendliche in Schule und Universität immer mehr der Kriegspropaganda ausgesetzt und zur Zusammenarbeit mit dem Militär gezwungen. Die Bundeswehr drängt in die Öffentlichkeit als „attraktiver Arbeitgeber“. Die Militarisierung setzt sich im Innern fort: Nach US-Vorbild werden „Heimatschutz“-Stäbe geschaffen und Freikorps-ähnliche Verbände zur Aufstandsbekämpfung aufgestellt. Diese Kriegstreiberei geht vor allem auf Kosten der Jugend. Diese Einschätzung wollen wir mit unseren Podiumsgästen diskutieren. Zusagt haben bis jetzt die DIDF Jugend, GEW München, SDS/Solid und die SDAJ.

16.00 Uhr | Workshop: Café International | Im Kampf gegen den Militarismus ist der Internationalismus seit Beginn die Alternative der Arbeiterjugend. Alle gemeinsam gegen die imperialistische Kriegshetze. Internationale Solidarität statt Standortlogik. Wider der Profitlogik ob zu Konjunktur- oder zu Krisenzeiten. So unterschiedlich die Bedingungen in einzelnen Ländern auch sein mögen, sie sind alle den gleichen Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Produktionsweise unterworfen und so lohnt es sich, einen Blick auf die Lebens- und Kampfbedingungen der Jugend anderer Nationen zu werfen. Wir haben deshalb VertreterInnen der kommunistischen Jugendverbände aus den Südlichen Staaten Europas eingeladen, die von der aktuellen Weltwirtschaftskrise besonders hart betroffen sind. In kleinerer Runde soll es die Möglichkeit geben, direkt von ihnen zu erfahren wie sie die momentane Situation einschätzen, wie ihr Verhältnis zu den Gewerkschaften ist. In unserem Café International könnt ihr konkrete Nachfragen stellen. Außerdem wird es Kekse für alle geben.

20.00 Uhr | Verbandstreffen | Gemeinsam wollen wir kurz einen Rückblick auf die Kämpfe im letzten Jahr und einen Ausblick auf das politische Jahr 2014 werfen. Mit Grußwörtern von internationalen Schwesterorganisationen mit Quiz und Arbeiterlieder stimmen wir uns auf eine coole Party am Abend ein.

Das Zusatzprogramm der SDAJ findet in den Räumlichkeiten im zweiten Stock der Urania statt. Das reguläre Programm der Rosa-Luxemburg-Konferenz ist einsehbar auf http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de

Busanreise

In zahlreichen Städten organisiert die SDAJ Busse zum LLL-Wochenende am 11./12. Januar 2014 in Berlin.

Bisher bestätigte Abfahrtsorte:

Stadt Abfahrt Ticketpreis Kontakt
Normal Soli Sozi
Augsburg 19:00 Uhr 25 € 35 € info@sdaj-muenchen.net
Darmstadt 23:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Dortmund 01:45 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Essen 01:00 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Frankfurt a. M. 10:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Gießen 01:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Gütersloh 03:00 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Hamburg 06:00 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de
Kassel TBA 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Kiel 04:45 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de
Leverkusen 0:00 Uhr 30 € kontakt@sdaj-rheinland.de
München 17:00 Uhr 25 € 35 € info@sdaj-muenchen.net
Schwerin 07:30 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de

Tickets und Infos bekommt ihr unter der jeweils angegebenen E-Mail-Adresse. Weitere Abfahrtsorte folgen in Kürze.

An Pfingsten schon was vor?

Für Revolutionäre, Fußballspieler, Wissbegierige, Veganer und ihre fleischessenden Freunde, Vollzeitcamper und Kurzzeitbesucher. Für die, die bleiben bis das letzte Bier über die Theke gegangen ist, für Arbeiterlieder-Ultras und die, die am Lagerfeuer Marx Ideen diskutieren. Für Konzertgänger und Filmliebhaber, für Diskutanten und Zuhörer. Für einfach vier Tage Urlaub machen und den Beweis, dass Politik und Spaß sich nicht ausschließen haben wir einen Vorschlag:

Vom 17.-20. Mai 2013 veranstalten wir, die SDAJ, mal wieder ein Pfingstcamp! Auf dem Gelände des Haus Coerde in Münster wird es drei Tage lang unter dem Motto „Grundrechte erkämpfen – die Zukunft muss sozialistisch sein!“ eine bunte Mischung aus politischem Programm, Sport, Spaß und Konzerten geben.

Ihr wolltet schon immer wissen wie der Sozialismus auf Cuba aussieht und sich zurzeit entwickelt oder was die Arbeiterjugendlichen in Deutschland im vergangenen Jahr für Kämpfe geführt und jetzt noch vor sich haben? Für wen und mit wem eigentlich Kämpfe in der Kommune geführt werden, was sozialistische Schülervertretung ist, ob der Iran nach Syrien und Mali zum nächsten Kriegsschauplatz wird und warum die Frauenfrage eine Klassenfrage ist? Diese und viele weitere Fragen wollen wir in Workshops und Diskussionsrunden tagsüber mit euch angehen. Abends geht es mit Konzerten von Memoria, The Coconut Butts, Kai Degenhardt, Cunning Mantrap und Prime Time so wie Disko und Cocktails bis tief in die Nacht weiter.

Wir sehen uns an Pfingsten!

Mehr Infos unter: Pfingstcamp West

gutenachtg8

Die Schule soll die Jugend auf das Leben vorbereiten, Wissen vermitteln, Kompetenzen und soziales Miteinander fördern.
Doch leider sieht es in Deutschlands Schulen  anders aus.

Es mangelt über all  an Lehr- und Fachkräften, weshalb oft Stunden ausfallen müssen und kein breites Fachangebot vorhanden ist. Die Klassen sind überfüllt, in der Regel sitzen 30 SchülerInnen in einem Klassenraum zusammen, was das lernen fast unmöglich macht und  keine individuelle Förderung mehr möglich ist. An allen Ecken wird gespart, die SchülerInnen müssen mit veralteten Büchern arbeiten, sitzen auf kaputten Stühlen, oft sind die Fachräume nicht ausreichend eingerichtet, es wird in sterilen weißen Räumen unterrichtet, statt eine angenehme Atmosphäre zu schaffen in der man gerne lernt. Dies sind nur einige Dinge bei denen es an Geld mangelt. Die Zentralen Prüfungen wie Lernstandserhebungen in den 8. Klassen und die Abschlussprüfungen in der 10. Klasse und dem Zentral Abitur bewirken, dass die Lehrer ihren Stoff  knallhart durchziehen, nicht auf einzelne SchülerInnen eingehen können und den Unterricht ausschmücken um den Lernstoff auch vernünftig zu übermitteln. Die SchülerInnen stehen unter einem wahnsinnigen Druck, sie bekommen kein Wissen mehr vermittelt, sondern müssen sich den Stoff selber einprügeln, es gibt kein Miteinander mehr, man steht in einem Konkurrenzkampf mit den MitschülerInnen. Die SchülerInnen die es sich leisten können nehmen Nachhilfe damit sie den Unterrichtsstoff verinnerlichen können, die die es sich nicht leisten können schneiden schlechter ab.

Zu diesen schlechten Bedingungen und dem schon vorhandenen riesigen Leistungsdruck kommt nun auch noch die Schulzeitverkürzung. 2004 wurde Beschlossen von G9 auf G8 zu wechseln. Das heißt, dass das Abitur statt in 13 Jahren nun in nur 12 Jahren zu erreichen sein soll.Die SchülerInnen müssen sich nun noch mehr Unterrichtsstoff in kürzerer Zeit in den Kopf hauen. Der Unterricht geht länger in den Tag hinein, Freizeit und Spaß haben da nicht mehr viel platz, da nach der Schule erst einml Hausaufgaben und Lernen anstehen. Die SchülerInnen haben also keinen richtigen Ausgleich mehr zu ihrem hecktischen und stressigen Schulalltag, was die Schülerinnen oftmals krank macht.

Der Doppeljahrgang der dieses Jahr abschließt, auf Grund des neuen Models, wird enorme Probleme beim suchen eines Studienplatzes und Ausbildungsplatzes bekommen. Die Unis wissen nicht wie sie den Ansturm bewältigen sollen, außer die NC´s hoch zusetzten und bei den Ausbildungsplätzen herrscht ein starker Konkurrenzkampf, für viele SchülerInnen wird es erst einmal heißen Arbeiten zu gehen oder in die Arbeitslosigkeit zu fallen, da nicht genügend Uni-,  Ausbildungsplätze und Jobangebote vorhanden sind.

Wir sagen NEIN zum Turboabi und fordern:

– G8 sofort abschaffen

– Kostenlose Bildung für alle

– Mehr LehrerInnen

– Kleinere Klassen

– Renovierung und Modernisierung aller Bildungsstätten

– Breiteres Fachangebot zur individuellen Förderung

– Mitbestimmung derLehrinhalte durch SchülerInnen

 

Am Mittwoch den 15. Mai 2013 wollen wir unsere Forderungen auf die Straße bringen und mit lautstarkem Protest zeigen, das wir so nicht weiter machen wollen und können.

Wir treffen uns also am 15.05.13 um 11:55 Uhr am DGB-Haus in Düsseldorf  und ziehen zum Landtag, vor dem wir nochmals unsere Forderungen kund geben werden.

Wir brauchen jeden einzelnen um deutlich zu machen das WIR SchülerInnen nicht bereit sind unter diesen Umständen weiter zu machen.

 

 

 

 

Vor 20 Jahren verübten Faschisten einen feigen Brandanschlag in Solingen. 2013 wollen wir daran erinnern und gemeinsam zeigen, dass Faschismus und Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft haben darf.

Was geschah am 29. Mai 1993?

Nachdem am 26.05.1993 das Asylrecht um die Drittstaatenregelung geändert wurde, welche besagt, dass Menschen die um Asyl in Deutschland bitten, jedoch über ein zweites Land kommen, in dem sie nicht verfolgt werden, in der BRD nicht als Asylbewerber angesehen und behandelt werden,  ereignete sich am 29.Mai 1993 ein grauenvoller Akt der Unmenschlichkeit.

Ein Zweifamilienhaus, welches von türkischen Menschen bewohnt war, wurde von vier Männern niedergebrannt. Fünf Personen, darunter drei Mädchen im Alter von 4-12 Jahren und zwei Frauen im Alter von 18 und 27 Jahren, starben bei diesem Brandanschlag.

Die vier Männer, die aus der faschistischen Szene stammten, verübten diesen feigen Anschlag aus einer tiefen rassistischen Überzeugung.

Wir möchten den Familien auch 20 Jahre danach unser aufrichtigstes Mitgefühl aussprechen.

Rassismus raus aus den Köpfen!

Keinem Mensch darf gesuchte Hilfe und Schutz verwehrt werden, Täglich werden Asylbewerber abgeschoben und so in eine unsichere Zukunft geschickt, die für viele sogar den sicheren Tod bedeutet.

Wir SozialistInnen stellen uns konsequent gegen eine Politik die Menschen ein Recht auf sicheres Leben verwehrt. Aus diesem Grund lehnen wir die Asylpolitik der BRD ab und verurteilen diese, da sie den Weg für Rassismus und Faschismus in den Köpfen der Bevölkerung ebnet.

Grade in diesen Krisenzeiten in denen Krieg und Armut herrschen, müssen wir uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam für bessere Lebenszustände kämpfen. Für uns galt gestern wie heute, internationale Solidarität anstatt engstirnigem Nationalismus und Rassismus.

Der Brandanschlag von Solingen ist ein Beispiel dafür, dass der Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft, staatlich befördert, immer wieder dazu führt, dass Faschisten dort anknüpfen und andere Menschen verfolgen und ermorden, in der Gewissheit die wahren Vertreter der „deutschen“ Mehrheit zu sein.

Deshalb rufen wir dazu auf, sich an der Bundesweiten Demonstration am 25. Mai.13 zu beteiligen. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus, eine falsche Asylpolitik und für mehr Solidarität  setzten.

Start ist 13 Uhr am Solinger Südpark.

Am Wochenende, 4. Mai 2013 hat die SDAJ Rheinland-Westfalen ihre ordentliche Landesmitgliederversammlung (LMV) in der Karl-Liebknecht-Schule in Leverkusen abgehalten.

Genossinnen und Genossen aus den Städten Aachen, Düsseldorf, Köln-Ost, Mönchengladbach und Wuppertal haben solidarisch miteinander diskutiert und gemeinsame Beschlüsse gefasst.

Besonders erfreulich war, dass die LMV die Mitglieder der neugegründeten Gruppe Köln-Ost begrüßen konnte. Einstimmig beschloss man, der neuen Gruppe den Gruppenstatus der SDAJ zu erteilen.

Die  LMV der SDAJ Rheinland-Westphalen beschloss für das nächste Jahr einen Landesarbeitsausschuss (LAA) zu wählen, anstatt eines Landesvorstandes, da im Mittelpunkt der nächsten Legislatur die Koordinierung der Arbeit der Gruppen steht. Im LAA sind GenossInnen aus den Gruppen Aachen, Köln-Ost, Wuppertal und einem Mitglied aus Düsseldorf vertreten. Der LAA hat seine Arbeit bereits aufgenommen und am 5. Mai, dem Geburtstag von Karl Marx, das neue Gremium konstituiert. Besonders freut man sich auf das gemeinsame Feiern und Diskutieren auf dem Pfingstcamp West, das vom 17. – 20. Mai zusammen mit dem Landesverband Ruhr in Münster stattfinden wird. Nächste Aktionen die beschlossen wurden, sind unter anderem die Gedenkveranstaltung zum Brandanschlag in Solingen, die right2water-Kampagne und das Antifakonzert am 11. Mai in Düren zu unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorbereitung zum XXI. Bundeskongresses der SDAJ, welcher als erster seit den 90ern als Delegiertenkongress stattfinden wird. Auf diesem Bundeskongress wird die SDAJ eine neue Handlungsorientierung , einen Leitantrag sowie eine Arbeiterjugendpolitik-Kampagne diskutieren und verabschieden.

Krönender Abschluss der Landesmitgliederversammlung war das gemeinsame singen der Internationalen und die Gewissheit, nun wieder gestärkt und solidarisch die Arbeit im Rheinland anzugehen.