Am 29. März kamen erneut die Faschisten nach Aachen. Es sollte ganz offensichtlich eine Ersatzveranstaltung sein für die seit 2008 stattfindenden Aufmärsche im benachbarten Stolberg. Dort wurde der Aufmarsch 2013 verboten, weil die Partei Die Rechte nicht fähig war einen Prozess richtig zu führen. Damit gab es 2013 seit fünf Jahren keinen Aufmarsch der Faschisten in Stolberg, diese Niederlage scheint Stolberg die Attraktivität gestohlen zu haben und so zog man 2014 nach Aachen, um dort einen Fackelmarsch zu veranstalten der ohne jeden Zweifel an die Aufmärsche der SA und SS erinnerte. Damit dieser Aufmarsch auch stattfinden kann, wurden über 1000 Polizisten eingesetzt. Die halbe Stadt glich einem Sperrbezirk im Krieg.

Dabei ist es sehr merkwürdig, dass linke Demonstrationen nicht so geschützt werden. Schließlich wurden in Aachen zweimal Demonstrationen von Faschisten angegriffen, mit dem Ziel andere Menschen zu verletzten. Erst im November 2013 hatten Faschisten eine Demonstration angegriffen, doch anstatt in Gewahrsam genommen zu werden, konnten sie ungehindert in direkter Nähe der anderen Demonstration eine Kundgebung anmelden. Warum werden also die Faschisten geschützt und andere Demonstrationen nicht? Weil angeblich linke “Chaoten” den Aufmarsch der Faschisten mit Gewalt verhindern wollen? Diese Propaganda, die besonders gerne vom Polizeipräsidenten verbreitet wird, wurde Lügen gestraft an diesem Samstag. Denn kurz vor dem Start der Nazidemonstration konnten einige Nazigegner die Strecke der Faschisten blockieren. Diese kleine Blockade schaffte es den Aufmarsch um satte 45 Minuten zu verzögern. Die Polizei schien hilflos zu sein und versuchte die Faschisten an der Blockade vorbei zu schleusen, doch die Nazigegner zeigten sich entschlossen und stellten sich erneut den Faschisten in den Weg. Dabei blieben alle Demonstranten friedlich und sie ließen sich auch nicht von den provozierenden Nazis zu Gewaltaktionen hinreißen. Dieses zwar entschlossene aber immer friedliche Verhalten strafte alle Lügen, die seit langem versuchen antifaschistischen Protest zu kriminalisieren.

Auf der weiteren Route konnten die Nazis geschützt von der Polizei ihren Hass verbreiten, unter Parolen wie “Aachen erwache” (Dieser Spruch knüpft an die Parole der NSDAP an “Deutschland erwache”. Damit machen die Faschisten deutlich in welcher Tradition sie aufmarschieren, dennoch gibt es kein Verbot für dieses NSDAP-Nachfolger) oder “alles für Volk, Rasse und Nation” (Auch dieser Spruch macht deutlich, dass die Faschisten immer noch an der Blut und Boden Theorie der NSDAP festhalten. Jene Theorie die Tausende in den Tod gestürzt hat. Auch dies wird nicht verboten) konnten sie ungestört gegen Migranten und alles was sonst nicht in ihr Weltbild passt hetzen. Am Marschiertor ermöglichte man den Faschisten dann jenes Ambiente, welches alle NS-Phantasien befriedigen dürfte. Wenn die Faschisten diesen Aufmarsch als Erfolg werten, dann ist dies auch die Schuld derer, die ihnen eine solche Selbstdarstellung ermöglicht haben.

Trotz eines überdimensionalen Polizeiaufgebotes gelang es aber auch am Marschiertor einigen Mitgliedern von SDAJ, DKP und AFAB lautstark die gespenstische Kundgebung der Faschisten zu stören. Die anwesenden Bürger unterstützten dabei die Antifaschisten bei ihren Rufen gegen die Faschisten. Als diese dann endlich abgezogen waren blieb zwar der Erfolg den Aufmarsch gestört zu haben und den Faschisten an allen möglichen Stellen gezeigt zu haben, dass sie nicht in Aachen Willkommen sind, aber es bleibt auch die Tatsache, dass ohne Polizei, es keinen NS-Fackelmarsch in Aachen gegeben hätte. Dabei geht es nicht darum unangenehme Meinungen nicht zu zulassen, sondern darum, dass Faschismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen und es wird Zeit, dass dies endlich gesellschaftlich umgesetzt wird. Der erste Schritt wäre ein Verbot aller faschistischen Organisationen und Parteien.

Es bleibt, dass Antifaschisten erfolgreich den Aufmarsch gestört haben und wenn die Faschisten wiederkommen, dann werden wir wieder Wege finden ihnen zu zeigen, dass wir sie nicht in Aachen, Stolberg oder sonst noch wo haben wollen.

imagesAm Abend des 21.03. haben sich interessierte Jugendliche gemeinsam getroffen und eine SDAJ-Gruppe Siegen gegründet. Diese ist nun seit kurzer Zeit die 2. neue Gruppe in Rheinland-Westfalen, was uns sehr freut.

Wir wünschen der Gruppe und unseren neuen GenossInnen alles Gute für den gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus für eine sozialistische Zukunft!

Am 29.01. fand in Köln die Bezirksdelegiertenkonferenz (BDK) der SchülerInnen Kölns statt.

Wir als SDAJ Köln waren ebenfalls mit einem Stand und einem kurzem Grußwort dabei. Es wurde respektvoll miteinander diskutiert, sich ausgetauscht und letzten Endes demokratisch gewählt. Darüber hinaus wurden Workshops u.a. zu Themen wie „G8“ veranstaltet. Der “G8″ Workshop legt nach wie vor dar, dass das Abitur nach der 12. Jahrgangsstufe für die SchülerInnen nicht vom Tisch ist. Vorgetragen wurde das ganze u.a. aus verschiedenen Blickwinkel der beteiligten Parteien, wie z.B. zukünftige Arbeitgeber/Wirtschaft, der Eltern, Lehrer und zu guter letzt aus der Sicht der Schüler, mit dem Resultat, dass nur die Wirtschaft einen Grund zum Festhalten an G8 hat.

Wie anfangs gesagt, waren wir ebenfalls mit einem Stand anwesend, welcher von vielen Interessierten SchülerInnen aufgesucht wurde. Wir besprachen am Infotisch mit den Schülern Themen wie: marode Bildungseinrichtungen und nicht aktionsfähige SV´en, u.a. an Berufsschulen, wo die Auszubildenden nur selten anwesend sein können. Abschließend haben wir mit einer Flyeraktion zu unserem offenem Gruppenabend eingeladen, welcher am Mittwoch, den 05.02, um 18:30 Uhr im Freidenkerzentrum stattfindet.
Auf diesem Gruppenabend soll es speziell um die SchülerInnen-Politik gehen. Alles in Einem ziehen wir ein positives Resümee aus der BDK und freuen uns weiterhin aus eine starke und gut organisierte Schülerschaft.

Es freut uns, dass sich in Düsseldorf einige Menschen zusammengesetzt haben und gemeinsam eine neue SDAJ Gruppe gegründet haben. Damit wächst die SDAJ Rheinland Westfalen endlich wieder und vielleicht gibt diese Gruppengründung auch anderen den Mut eine SDAJ Gruppe vor Ort zu gründen, denn eines der Dinge die den Kapitalismus wirklich stören, sind wachsende Strukturen und Mitgliederzahlen eines sozialistischen Jugendverbandes.

Wenn ihr aus Düsseldorf oder Umgebung kommt und auch Interesse habt in der SDAJ aktiv zu werden, dann wendet euch doch über die Facebook-Seite an die Düsseldorfer GenossInnen.

https://www.facebook.com/sdajduesseldorf  

30 deutsche Jugendliche, fortschrittlicher Organisationen machten sich auf die spannende Reise nach Ecuador. In Quito, der Hauptstadt des lateinamerikanischen Landes, trafen sich zehntausende demokratische und kommunistische Jugendliche aus aller Welt, um auf den 18. Weltfestspielen der Jugend und Studierenden über das Weltgeschehen zu diskutieren, von ihren jeweiligen Kampferfahrungen zu berichten und ihre Erfolgskonzepte zu

teilen. Es gab aber auch Platz für viele kulturelle Veranstaltungen, Spiele und Sport und an den Abenden konnten sich die Jugendlichen in gemütlicher Runde austauschen und internationale Solidarität ganz praktisch erleben.
Nun Wollen sie auch von den dort erlebten Erfahrungen und der Region berichten.
Wer also schon immer mal wissen wollte was bei den Weltfestspielen so abläuft und wie die Kämpfe in den anderen Ländern vorangehen, ist an diesem Abend gut aufgehoben. Abgerundet wird der Abend dann mit nettem Beisammensein und leckeren Cocktails zu günstigen Preisen.
Wir freuen uns auf Euch.

Am Dienstagabend versammelten sich rund 25 linke AktivistInnen um ein Zeichen gegen die zunehmende Faschisierung der ukrainischen Gesellschaft zu setzen. Das dies nötig ist, zeigt z.B. der Brandanschlag gegen eine Synagoge in der Ukraine. Die Aktivisten wollten auch zeigen, dass der zum Teil berechtigte Protest in der Ukraine gegen Janukowitsch von Oligarchen und Faschisten für ihre Interessen instrumentalisiert wird.

Im ersten Redebeitrag machte ein Vertreter der Linksjugend genau dies noch einmal sehr deutlich und wies auch daraufhin, dass eine demokratische Selbstverwaltung des Volkes wünschenswert wäre, dass aber derzeit die Proteste in eine falsche Richtung gelenkt werden.

Im zweiten Redebeitrag (siehe unten) machte die Vorsitzende der SDAJ noch einmal deutlich, dass Kritik an Timoschenko und den Faschisten nicht bedeute, dass man für Janukowitsch sei. Und auch eine Kritik der ehemaligen Politik der Kommunistischen Partei der Ukraine dürfte nicht dazu führen, dass man sich entsolidarisiere mit den verfolgten Genossen.

Besonders erfreulich war, dass Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der LINKEN sich Zeit genommen hatte und nach Aachen gekommen war. Er war in der Lage die Situation in der Ukraine noch einmal deutlicher darzustellen, da viele Informationen die nach Deutschland kommen mehr zur Propaganda als zum freien Journalismus gehören.

Die SDAJ Aachen konnte so ein schweres Thema auf die Straße bringen und die internationale Solidarität hochhalten, gemeinsam mit den Bündnispartnern der Linken, der Linksjugend Solid, des AFAB und der KPdT.

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Folgend veröffentlichen wir den Redebeitrag der SDAJ Aachen:

Protest in der Ukraine
Wir lassen uns nicht blenden

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Am Wochenende 15. – 16. Feburar findet die Vier-Parteien-Konferenz (Kommunistische Partei Luxemburg, Partei der Arbeit Belgien, Neue Kommunistische Partei der Niederlande, Deutsche Kommunistische Partei)  in Aachen statt. Am Samstag findet ab 12 Uhr vom Aachener Bahnhof eine gemeinsame Demonstration der Kommunistischen Parteien, der Jugendverbände und von Bündnispartnern statt, danach beginnt die Konferenz, die bis Sonntag gehen wird und sich inhaltlich mit dem 1. Weltkrieg und den Lehren ür heute auseinandersetzt. Gäste sind willkommen.

Bei Interesse meldet euch bei uns oder den Genossen aus Aachen.

kontakt@sdaj-rheinland.de

sdajaachen@gmail.com

Liebknecht-Luxemburg-Demonstration 2014

Gepostet am 17. Dezember 2013 Termine

Auf nach Berlin!

Freitag, 10. Januar 2014: Wir fahren gemeinsam mit der DKP und Bündnispartnern um 23.45 Uhr pünktlich in Leverkusen an der Karl-Liebknecht-Schule ab.

Sonntag, 12. Januar 2014: Rückfahrt nach der Demo, Ankunft in Leverkusen am Sonntag etwa 22.00 Uhr

Die Fahrt kostet (hin und zurück) 30 €.
Es sind noch Plätze frei bitte jetzt anmelden!

Der Beitrag für Konferenz, ARAB-Party und Unterkunft beträgt 16 €.

Anmeldungen entweder an: kontakt@sdaj-rheinland.de oder an die DKP: sekretariat@dkp-rheinland-westfalen.org

„Deutschland, in dem die Masse des Volkes wirtschaftlich ausgebeutet, politisch unterdrückt ist, wo nationale Minderheiten durch Ausnahmegesetze drangsaliert werden, hat keinen Beruf zum Völkerbefreier.“
– Karl Liebknecht

1914. Es ist der Vorabend des ersten Weltkriegs. Der rasante Aufschwung der deutschen Wirtschaft hält an – Deutschland hat sich zur größten Industrienation Europas entwickelt. Die deutschen Konzerne sind auf der Suche nach neuen Absatzmärkten. Und so wird der deutsche Militarismus mobil gemacht.
Um den Kriegsgegnern die Schlagkraft zu nehmen und auch linke und sozialdemokratische Arbeiter für den Krieg zu gewinnen, geben die Herrschenden die Parole aus, das Vaterland müsse gegen den „blutrünstigen russischen Despotismus“ verteidigt werden. Der Krieg sei dazu da, den grausamen Zar zu stürzen, der sein eigenes Volk knechte und die Freiheit Europas bedrohe. Mit der Übernahme dieser Menschrechtsdemagogie rechtfertigte die Mehrheit der SPD-Führung ihre Zustimmung zu den Kriegskrediten und den damit verbundenen Übergang auf die Position des Mordens von Millionen für die Profite der Banken und Konzerne.

2014. „Deutschland steht heute gut da. Deutschland ist Wachstumsmotor. Deutschland ist Stabilitätsanker. Eine starke Wirtschaft.“, sagt Angela Merkel. „Deutschland“ – damit meint sie die deutschen Banken und Konzerne. Und sie hat recht, denn dank der massiven Kürzungspolitik bei Bildung und Sozialem, dank der Bankenrettungen und dem Zwang zu brutalen Spardiktaten für südeuropäische Staaten, dank der „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“ durch Niedriglöhne, Leiharbeit und Rente mit 67 haben sich die deutschen Konzerne im Vergleich zu ihrer europäischen Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil verschafft und so gehört Deutschland zu den drei führenden Exportländern weltweit.
Und wieder sucht man nach neuen Absatzmärkten – und findet sie: „Das Assad-Regime setzt schwere Waffen wie Hubschrauber, Geschütze und Panzer für grausame Gewalt, für einen regelrechten Krieg gegen das eigene Volk ein.“, sagt Guido Westerwelle. Dass sich Berichte häufen, die Massaker und Folterungen seien von den auf dem Rückzug befindlichen Rebellen verübt worden, um diese den Regierungstruppen anzulasten und so einen Militäreinsatz zu provozieren, interessiert unsere Bundesregierung dabei nicht. Sie bereitet sich bereits auf einen neuen Krieg vor.

Dass Deutschland wieder Kriege führt, dass das „deutsche Job-Wunder“ eigentlich gar keins ist und dass bei Bildung und Sozialem gespart werden „muss“, aber für spontane Bankenrettungen plötzlich hunderte Milliarden Euro locker gemacht werden – das ist für Viele nichts Neues. Der deutsche Imperialismus hatte noch nie besonders viel für uns übrig. Als einer der größten Waffenexporteure weltweit ist die deutsche Regierung mitverantwortlich für den Tod zahlreicher Menschen. Aber die deutschen Weltmachtsambitionen bekommen wir auch als Jugendliche in Deutschland zu spüren. Ein kostenloses Mittagessen für alle SchülerInnen für ein Schuljahr würde beispielsweise genau so viel kosten wie die Anschaffung neuer Transportflugzeuge A400M fürs Militär. Doch was tun?

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wussten das schon 1914. Mit der Ablehnung der Kriegskredite, mit Streiks und Demonstrationen leisteten sie Widerstand und kämpften für eine Gesellschaft, in der die Rechte der arbeitenden Bevölkerung nicht ständig unter Beschuss steht. Mit der russischen Oktoberrevolution von 1917 vor Augen war es dann 1918 auch in Deutschland soweit: Mit der Novemberrevolution erkämpften sie den 8-Stunden-Tag, das Frauenwahlrecht und Koalitions-, Versammlungs- und Pressefreiheit, das Recht der Arbeiter auf Betriebsräte und Kündigungsschutz. Auch wenn das eigentliche Ziel der Novemberrevolution – ein sozialistisches Deutschland – nicht erreicht wurde und die Herrschenden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermorden ließen, zeigt dieses Beispiel dennoch deutlich: Widerstand lohnt sich. Damals wie heute.

Am 11. und 12. Januar 2014 wollen wir in Berlin daher nicht nur Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und alle anderen Revolutionären dieser Novemberrevolution gedenken, wir wollen ein kämpferisches Zeichen gegen die Kriege der Herrschenden setzen. Wir machen klar, dass die Perspektive der Jugend nur eine Gesellschaft ohne Krieg, Krise & Armut sein kann – Der Sozialismus. Denn ob 1914 oder 2014 – der Kampf geht weiter.

Auf zum Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenende 2014!

 

Zusatzprogramm der SDAJ

11.00 Uhr | Alternative Stadtführung Berlin | Am 9. November 1918 wehte auf dem Brandenburger Tor die rote Fahne, im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes nahmen revolutionäre Arbeiter Platz. Zwei Monate voller Auseinandersetzungen später, im Januar 1919, bot der sozialdemokratische Rat der Volksbeauftragten ultrarechte Freikorps auf, um die radikale Linke in Berlin zu zerschlagen. Die SDAJ lädt zu einer Führung an jene Orte ein, die mit der Novemberrevolution verbunden sind und die wie wenige andere für Weichenstellungen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert stehen. Wir treffen uns am 11. Januar um 11 Uhr bei der Ampel an der Ecke Kleiststraße/An der Urania (direkt vor dem Urania-Gebäude).
Achtung: Die Teilnehmer sollten im Besitz einer in der Tarifzone A gültigen Fahrkarte sein!

11.00 Uhr | Diskussionsrunde Flüchtlinge | Nazis organisieren Proteste gegen „Asylmissbrauch“, Flüchtlingsunterkünfte werden angegriffen, Häuser brennen. Die rassistische Hetze ist aber auch in der bürgerlichen Mitte angekommen, große Tageszeitungen titeln „Deutsche wollen nicht mehr Flüchtlinge“ und „Das Boot ist voll“. An vieler Ort flammt jedoch Widerstand gegen die rechte Hetzerei auf. Beispiele für den vielfältige Proteste von Flüchtlingen sind der vierwöchige „Refugee Protest March“, das Flüchtlingscamp in Berlin oder „Lampedusa in Hamburg“. In Solidarität mit den Flüchtlingsprotesten fanden in den letzten Monaten teilweise sehr große Demonstrationen statt. Gemeinsam wollen wir die Erfahrungen unserer Arbeit innerhalb der Flüchtlingsproteste zusammentragen und diskutieren.

12.30 Uhr | Workshop: Krieg im Interesse der Jugend? – Jugendoffiziere im Visier! | Jugendoffiziere werben an Schulen (aber auch an Universitäten und sogar bei Gewerkschaftsgliederungen) für die deutsche Militär- und Kriegspolitik. Ihre Aufgabe besteht in der ideologischen Rechtfertigung von Aufrüstung, Militarismus und Krieg. Nicht ohne Erfolg: die übergroße Mehrheit der BundesbürgerInnen wählt nach wie vor Kriegsparteien. Der Workshop nimmt die Frage ins Visier, wie die ideologischen Rechtfertigungsmuster der Jugendoffiziere funktionieren und was wir ihnen als Antimilitaristen in unserer Agitation und Aktionstätigkeit entgegensetzen können.

14.00 Uhr | Jugendpodium: Ihre Kriege auf unsere Kosten – Jugend im Visier des Militarismus (Kleistsaal) | Trotz Afghanistan-Abzug und öffentlichem Druck im Drohnenskandal: Der Anspruch der deutschen wirtschaftlichen und militärischen Eliten, den deutschen Einfluss in der Welt zu steigern wird nach wie vor aufrechterhalten. Dauerhafte und kurzfristige Kriegseinsätze, Umbau der Bundeswehr zur schlagkräftigen Interventions- und Besatzungsarmee, gigantische Rüstungsprogramme, weltweit konkurrenzfähige Rüstungsmonopole – deutsche Kriegsambitionen sind keine Träume größenwahnsinniger Militärs sondern werden mit tiefgreifenden Maßnahmen untermauert. Die Triebkraft hinter diesen Erscheinungen ist die Durchsetzung deutscher Konzerne in der weltweiten imperialistischen Konkurrenz mit militärischen Mitteln zur Eroberung von Rohstoffquellen, Absatzmärkten, Handelsrouten und damit zur Erlangung von Extraprofiten. Diese Entwicklung betrifft die arbeitende und lernende Jugend, weil die Aufrüstung sprichwörtlich auf ihre Kosten geht und sie unmittelbar der Vorbereitung künftiger Kriege dient. Damit steigt auch die Kriegsgefahr hierzulande. Weiterhin werden Jugendliche in Schule und Universität immer mehr der Kriegspropaganda ausgesetzt und zur Zusammenarbeit mit dem Militär gezwungen. Die Bundeswehr drängt in die Öffentlichkeit als „attraktiver Arbeitgeber“. Die Militarisierung setzt sich im Innern fort: Nach US-Vorbild werden „Heimatschutz“-Stäbe geschaffen und Freikorps-ähnliche Verbände zur Aufstandsbekämpfung aufgestellt. Diese Kriegstreiberei geht vor allem auf Kosten der Jugend. Diese Einschätzung wollen wir mit unseren Podiumsgästen diskutieren. Zusagt haben bis jetzt die DIDF Jugend, GEW München, SDS/Solid und die SDAJ.

16.00 Uhr | Workshop: Café International | Im Kampf gegen den Militarismus ist der Internationalismus seit Beginn die Alternative der Arbeiterjugend. Alle gemeinsam gegen die imperialistische Kriegshetze. Internationale Solidarität statt Standortlogik. Wider der Profitlogik ob zu Konjunktur- oder zu Krisenzeiten. So unterschiedlich die Bedingungen in einzelnen Ländern auch sein mögen, sie sind alle den gleichen Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Produktionsweise unterworfen und so lohnt es sich, einen Blick auf die Lebens- und Kampfbedingungen der Jugend anderer Nationen zu werfen. Wir haben deshalb VertreterInnen der kommunistischen Jugendverbände aus den Südlichen Staaten Europas eingeladen, die von der aktuellen Weltwirtschaftskrise besonders hart betroffen sind. In kleinerer Runde soll es die Möglichkeit geben, direkt von ihnen zu erfahren wie sie die momentane Situation einschätzen, wie ihr Verhältnis zu den Gewerkschaften ist. In unserem Café International könnt ihr konkrete Nachfragen stellen. Außerdem wird es Kekse für alle geben.

20.00 Uhr | Verbandstreffen | Gemeinsam wollen wir kurz einen Rückblick auf die Kämpfe im letzten Jahr und einen Ausblick auf das politische Jahr 2014 werfen. Mit Grußwörtern von internationalen Schwesterorganisationen mit Quiz und Arbeiterlieder stimmen wir uns auf eine coole Party am Abend ein.

Das Zusatzprogramm der SDAJ findet in den Räumlichkeiten im zweiten Stock der Urania statt. Das reguläre Programm der Rosa-Luxemburg-Konferenz ist einsehbar auf http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de

Busanreise

In zahlreichen Städten organisiert die SDAJ Busse zum LLL-Wochenende am 11./12. Januar 2014 in Berlin.

Bisher bestätigte Abfahrtsorte:

Stadt Abfahrt Ticketpreis Kontakt
Normal Soli Sozi
Augsburg 19:00 Uhr 25 € 35 € info@sdaj-muenchen.net
Darmstadt 23:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Dortmund 01:45 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Essen 01:00 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Frankfurt a. M. 10:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Gießen 01:00 Uhr 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Gütersloh 03:00 Uhr 25 € 35 € lv-ruhrwestfalen@sdaj-netz.de
Hamburg 06:00 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de
Kassel TBA 50 € 40 € info@sdaj-hessen.de
Kiel 04:45 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de
Leverkusen 0:00 Uhr 30 € kontakt@sdaj-rheinland.de
München 17:00 Uhr 25 € 35 € info@sdaj-muenchen.net
Schwerin 07:30 Uhr 25 € sdaj-sh@gmx.de

Tickets und Infos bekommt ihr unter der jeweils angegebenen E-Mail-Adresse. Weitere Abfahrtsorte folgen in Kürze.

Brigadistinnen berichten über Cuba

Gepostet am 15. Dezember 2013 International

Am Freitag den 29.11. fand in der Karl Liebknecht Schule in Leverkusen eine Veranstaltung der SDAJ Rheinland Westfalen zur Situation auf Cuba statt. Zwei Genossinnen informierten die Anwesenden über die Arbeit der SDAJ- Solidaritätsbrigaden, welche sich im Sommer dieses Jahres jeweils zu drei Wochen in der sozialistischen Republik Kuba aufgehalten hatten. Diese Brigarden fanden im Zuge des SDAJ Kuba-Soliprojektes statt. Wärend dieser Brigarden haben sie gemeinsam mit den Jugendlichen der kommunistischen Jugendorganisation Kubas ein neues Jugendzentrum gestaltet und eingerichtet. Dieses Zentrum dient der besseren Koordinierung der Arbeit für die Cuban 5. Darüber hinaus haben sie durch mehrere Vorträge und Besuche in verschiedenen Institutionen tiefe Einblicke in ein Leben im Sozialismus gewinnen können. Die Referentinnen schilderten uns ein Land dessen Bürger zurecht stolz sind auf die von ihnen geschaffene Revolution. Zu den zahlreichen Errungenschaften des Sozialismus auf Kuba gehört vor allem das kostenlose und für ausnahmslos alle Bürger aufkommende Gesundheitssystem. Desweiteren ein Bildungssystem, das für alle gleiche Chancen garantiert und Stipendien einfach auf Antrag vergibt. Zudem gingen die Genossinnen auch auf die für die Kubaner immer noch quälende Wirtschaftsblockade durch die USA ein. Der wuchernde US-Imperialismus bedroht auch über 50 Jahre nach der Revolution immer noch die freie Entwicklung des Sozialismus auf Kuba. Der Zugang zu bestimmten Gütern, vor allem zu modernen medizinischen Apparaturen wird dadurch empfindlich gestört. Das kubanische Volk steht trotzdem solidarisch zusammen und verteidigt seinen einzigartigen Weg gegen die Aggressionen der Imperialisten. Im Anschluss an die Erfahrungsberichte wurden aufkommende Fragen geklärt und der Abend wurde mit original kubanischen Cocktails und kubanischer Musik beendet.