Gute Nacht G8!!!

Gepostet am 7. Mai 2013 Aktuell Schüli

gutenachtg8

Die Schule soll die Jugend auf das Leben vorbereiten, Wissen vermitteln, Kompetenzen und soziales Miteinander fördern.
Doch leider sieht es in Deutschlands Schulen  anders aus.

Es mangelt über all  an Lehr- und Fachkräften, weshalb oft Stunden ausfallen müssen und kein breites Fachangebot vorhanden ist. Die Klassen sind überfüllt, in der Regel sitzen 30 SchülerInnen in einem Klassenraum zusammen, was das lernen fast unmöglich macht und  keine individuelle Förderung mehr möglich ist. An allen Ecken wird gespart, die SchülerInnen müssen mit veralteten Büchern arbeiten, sitzen auf kaputten Stühlen, oft sind die Fachräume nicht ausreichend eingerichtet, es wird in sterilen weißen Räumen unterrichtet, statt eine angenehme Atmosphäre zu schaffen in der man gerne lernt. Dies sind nur einige Dinge bei denen es an Geld mangelt. Die Zentralen Prüfungen wie Lernstandserhebungen in den 8. Klassen und die Abschlussprüfungen in der 10. Klasse und dem Zentral Abitur bewirken, dass die Lehrer ihren Stoff  knallhart durchziehen, nicht auf einzelne SchülerInnen eingehen können und den Unterricht ausschmücken um den Lernstoff auch vernünftig zu übermitteln. Die SchülerInnen stehen unter einem wahnsinnigen Druck, sie bekommen kein Wissen mehr vermittelt, sondern müssen sich den Stoff selber einprügeln, es gibt kein Miteinander mehr, man steht in einem Konkurrenzkampf mit den MitschülerInnen. Die SchülerInnen die es sich leisten können nehmen Nachhilfe damit sie den Unterrichtsstoff verinnerlichen können, die die es sich nicht leisten können schneiden schlechter ab.

Zu diesen schlechten Bedingungen und dem schon vorhandenen riesigen Leistungsdruck kommt nun auch noch die Schulzeitverkürzung. 2004 wurde Beschlossen von G9 auf G8 zu wechseln. Das heißt, dass das Abitur statt in 13 Jahren nun in nur 12 Jahren zu erreichen sein soll.Die SchülerInnen müssen sich nun noch mehr Unterrichtsstoff in kürzerer Zeit in den Kopf hauen. Der Unterricht geht länger in den Tag hinein, Freizeit und Spaß haben da nicht mehr viel platz, da nach der Schule erst einml Hausaufgaben und Lernen anstehen. Die SchülerInnen haben also keinen richtigen Ausgleich mehr zu ihrem hecktischen und stressigen Schulalltag, was die Schülerinnen oftmals krank macht.

Der Doppeljahrgang der dieses Jahr abschließt, auf Grund des neuen Models, wird enorme Probleme beim suchen eines Studienplatzes und Ausbildungsplatzes bekommen. Die Unis wissen nicht wie sie den Ansturm bewältigen sollen, außer die NC´s hoch zusetzten und bei den Ausbildungsplätzen herrscht ein starker Konkurrenzkampf, für viele SchülerInnen wird es erst einmal heißen Arbeiten zu gehen oder in die Arbeitslosigkeit zu fallen, da nicht genügend Uni-,  Ausbildungsplätze und Jobangebote vorhanden sind.

Wir sagen NEIN zum Turboabi und fordern:

– G8 sofort abschaffen

– Kostenlose Bildung für alle

– Mehr LehrerInnen

– Kleinere Klassen

– Renovierung und Modernisierung aller Bildungsstätten

– Breiteres Fachangebot zur individuellen Förderung

– Mitbestimmung derLehrinhalte durch SchülerInnen

 

Am Mittwoch den 15. Mai 2013 wollen wir unsere Forderungen auf die Straße bringen und mit lautstarkem Protest zeigen, das wir so nicht weiter machen wollen und können.

Wir treffen uns also am 15.05.13 um 11:55 Uhr am DGB-Haus in Düsseldorf  und ziehen zum Landtag, vor dem wir nochmals unsere Forderungen kund geben werden.

Wir brauchen jeden einzelnen um deutlich zu machen das WIR SchülerInnen nicht bereit sind unter diesen Umständen weiter zu machen.